Rückblick auf unsere Sonntagswanderung zu den Höllenlöchern

Am Sonntagmorgen, 27. August, war es endlich so weit: Pünktlich um 9:00 Uhr starteten wir bei bestem Wanderwetter in Erbach. Schnell waren die Fahrgemeinschaften gebildet und schon machten wir uns mit den Autos in Richtung Münsingen auf – voller Vorfreude auf eine abwechslungsreiche Wanderung auf der Schwäbischen Alb.

Unser geplanter Ausgangspunkt war der bekannte Parkplatz am Gestütshof St. Johann, einer idyllisch gelegenen Zweigstelle des Haupt- und Landgestüts Marbach. Als sparsame Schwaben fanden wir jedoch eine noch bessere Lösung: Ein wenig weiter hinten im Wald gab es einen kostenlosen öffentlichen Parkplatz. Warum also Gebühren bezahlen, wenn es auch kostenlos geht? So konnten wir unsere Wanderung ganz entspannt und ohne zusätzliche „Parkkosten“ beginnen.

Die Wanderschuhe waren schnell geschnürt und los ging es durch den herrlichen Buchenwald in Richtung Grüner Fels. Schon bald erreichten wir den Aussichtspunkt Grüner Fels auf rund 803 Metern Höhe. Der Blick hinunter auf Glems, Metzingen und die markante Achalm war einfach traumhaft. Ein erster Höhepunkt unserer Tour – und zugleich ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwarten sollte.

Weiter führte uns der Weg über den Wiesfels in Richtung Rossfeld. Die angenehmen, weichen Waldwege machten das Wandern besonders schön. Vor dem Segelflugplatz legten wir eine kurze und wohlverdiente Pause ein. Das mitgebrachte Rucksackvesper schmeckte nach den ersten Kilometern besonders gut und sorgte dafür, dass die Energiespeicher wieder aufgefüllt waren.

Gut gestärkt ging es anschließend am Segelflugplatz vorbei. Dort konnten wir einige Segelflieger beim Start beobachten. Fast schien es, als würde Reinhard Meys „Über den Wolken“ dabei als passende Hintergrundmusik durch unsere Köpfe schweben. Ein besonderer Moment, der perfekt zu diesem herrlichen Tag passte.

Unser nächstes Ziel war der Rossfels. Auch hier wurden wir mit einem beeindruckenden Panorama belohnt. Der Blick über die Steilhänge der Schwäbischen Alb, hinüber zum Glemser Stausee und zur Reutlinger Achalm war wieder einmal faszinierend. Nach diesen vielen schönen Ausblicken führte uns der Weg weiter zum Sonnenfels und schließlich zu unserem eigentlichen Highlight: den Höllenlöchern.

Wer die Höllenlöcher zum ersten Mal erlebt, wird von diesem außergewöhnlichen Naturerlebnis vermutlich besonders beeindruckt sein. Die tiefen Felsschluchten wirken geheimnisvoll und spektakulär. Ihr Name soll daher rühren, dass man diese dunklen und tiefen Felsspalten früher als ein Tor zur Hölle betrachtete. Der Abstieg in die schattige Schlucht und der anschließende Aufstieg über eine steile Leiter waren jedenfalls ein echtes kleines Abenteuer. Ein Abschnitt, der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt und sicherlich nicht für alle Altersgruppen geeignet ist.

Zum Abschluss unserer Tour machten wir noch einen Abstecher zur Hohen Warte. Der gemauerte Aussichtsturm wurde als Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Schwäbischen Albvereins errichtet. Ein Gedenkstein am Fuße des Turms erinnert an diesen besonderen Zweck. Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Oktober findet dort eine Gedenkfeier statt. Die inzwischen ergänzten Jahreszahlen erinnern auch an die Opfer des Zweiten Weltkriegs.

So führte uns die abwechslungsreiche Rundwanderung schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt war es ein rundum gelungener Wandertag: herrliches Bilderbuchwetter, angenehme Temperaturen, wunderschöne Waldwege, beeindruckende Felsformationen und immer wieder grandiose Ausblicke über die Schwäbische Alb.

Besonders schön war aber auch die Stimmung in unserer Wandergruppe. Die Gemeinschaft war von Anfang bis Ende harmonisch, herzlich und fröhlich. Es wurde viel gelacht, erzählt und gemeinsam die Natur genossen. Genau diese Mischung macht unsere Wanderungen zu etwas Besonderem.

Ein herzliches Dankeschön gilt daher allen Mitwanderinnen und Mitwanderern für diesen schönen gemeinsamen Tag.

Ein ganz besonderer Dank geht an unseren erfahrenen Wanderwart Lorenz Krikler, der diese abwechslungsreiche Tour hervorragend vorbereitet und sicher geleitet hat.

Lorenz, es war einfach ein unvergessenes Erlebnis!
Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Wanderung.